Delegierte Koordination. Zur Koordinationsfunktion intermediärer Organisationen in der österreichischen Forschungsförderung

Autor/innen

  • Rupert Pichler Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

DOI:

https://doi.org/10.15203/ozp.132.vol43iss4

Schlagwörter:

Forschungspolitik, Koordination, Agencification

Abstract

Die Forschungspolitik ist nicht nur eine potenziell fragmentierte Querschnittsmaterie, sondern auch Schnittstelle der Politik zur Forschung als Expertensystem. Sie ist daher zu Aushandlungsprozessen mit anderen Akteuren gezwungen, was horizontale und vertikale Koordination erfordert. Dabei spielt das für die Forschungsförderung typische institutionelle Arrangement der intermediären Organisation eine zentrale Rolle zur Koordination zwischen Staat und Forschung. Gleichzeitig setzt sich die forschungspolitische Fragmentierung auf der intermediären Ebene fort. Diese kann aber auch Ansatzpunkte zur Erzielung von Koordinationseffekten bieten, wenn die Umsetzung forschungspolitischer Strategien schwerpunktmäßig in den Aufgabenbereich intermediärer Forschungsförderungsorganisationen fällt. Das Beispiel der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft zeigt, dass Koordinationsbarrieren durch eine ressortübergreifende Agentur teilweise überwunden und positive Rückwirkungen auf die politische Ebene erzielt werden können. Grenzen sind dieser Koordinationsform durch ihr beschränktes Instrumentarium und mögliche Ungleichgewichte zwischen den Principals gesetzt.

Autor/innen-Biografie

  • Rupert Pichler, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

    Dr. Rupert Pichler ist Leiter der Abteilung für Forschungs- und Technologieförderung im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie. Studium der Geschichte und Fächerkombination in Innsbruck und Tübingen, Post-Graduate-Aufenthalte in Mailand und Minneapolis. Letzte Veröffentlichungen: gem. mit R. Hofer: Geschichte der kooperativen Forschung in Österreich. Die kooperativen Institute und ihre Dachorganisation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Innsbruck: Studienverlag 2014; gem. mit E. Strimitzer: Ausgliederungen als Instrument eines modernen Verwaltungsmanagements: Grundlagen, Probleme, Praxis, in: E. Strimitzer u.a. (Hg.), Handbuch des modernen Verwaltungsmanagements, Wien: Linde 2013, S. 99–135; gem. mit M. Stampfer u. R. Hofer: The Making of Research Funding in Austria. Transition Politics and Institutional Development, 1945–2005, in: Science and Public Policy 37(2010), S. 765–780.

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Veröffentlicht

2014-09-01

Ausgabe

Rubrik

Forschungsartikel