Regel und Ausnahme. Zu einer Leitunterscheidung der Politischen Ethik

Autor/innen

  • Oliver Lembcke

DOI:

https://doi.org/10.15203/ozp.905.vol36iss1

Schlagwörter:

Politische Ethik, Rechtsstaatlichkeit, Bedrohung, Ausnahme

Abstract

Der zentrale Gegenstand der Politischen Ethik ist die Legitimität politischen Handelns, die im Verfassungsstaat wesentlich durch die Hegung des politischen Prozesses in Form von Institutionen, Prinzipien und Verfahren erreicht wird. In außergewöhnlichen Lagen stellt sich jedoch auch für solche Ordnungen die Frage nach den Grenzen des Rechtsstaats, jüngst erst wieder infolge der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus. Anhand von Beispielen nimmt sich der Beitrag des Problems eines angemessenen Umgangs mit Ausnahmen an und geht dabei in der Auseinandersetzung mit Immanuel Kant, Carl Schmitt und Giorgio Agamben der Frage nach, wie sich der Begriff der Ausnahme im juridischen sowie im ethischen Kontext bestimmen und wie sich die Gewichtung des Verhältnisses zwischen Regel und Ausnahme begründen lässt. Auf dieser theoretischen Grundlage werden Problemfelder in der Auslegung und Anwendung von Prinzipien sichtbar (z.B. „framing“ oder „Autoimmunisierung“), in denen die Politische Ethik qua kompetenter Urteilskraft für Aufklärung sorgen kann.

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